Gelbe Tonne: Qualitätsprobleme und höhere Kosten aufgrund von Fehlbefüllungen

Gelbe Tonne: Qualitätsprobleme und höhere Kosten aufgrund von Fehlbefüllungen

In den letzten Monaten ist ein besorgniserregender Trend zu beobachten: Die Sammelmengen in den Gelben Tonnen und Gelben Säcken steigen signifikant. Der Grund: Ein wachsender Anteil an Restmüll landet in der Gelben Tonne, wodurch die Verwertbarkeit der Sammelmenge verschlechtert und die Recyclingkosten deutlich erhöht werden. Denn die Restabfälle müssen nicht nur gemeinsam mit den gesammelten Verpackungsabfällen sortiert, sondern sie müssen danach als Bestandteil der Erfassungsmengen einer Verwertung zugeführt, das heißt verbrannt, werden. Und wie weitläufig bekannt, ist sowohl die Sortierung als auch die Verbrennung teuer und die Kosten hierfür spiegeln sich in den steigenden Lizenzentgelten wider.

Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, haben die dualen Systeme und der BDE einen gemeinsamen Aktionsplan entwickelt. Der Umgang mit Fehlbefüllungen soll insbesondere bei den privaten Haushaltungen gleichgesetzten vergleichbaren Anfallstellen verbessert und die Qualität der gesammelten Materialien gesteigert werden.

Die gemeinsame Initiative umfasst Maßnahmen, wie die Kennzeichnung fehlbefüllter Behälter und ein einheitliches Vorgehen bei Reklamationen. Informationsmaterialien hierfür werden für Entsorgungsunternehmen im internen Bereich auf der Website „Mülltrennung wirkt" bereitgestellt. Die Registrierung und der Download sind kostenlos.

Die dualen Systeme und ihre Partner zeigen sich entschlossen, weitere Schritte zur Qualitätsverbesserung, insbesondere in Großwohnanlagen und Problemgebieten, zu unternehmen.