BellandVision erneut als Mitglied im Umwelt- und Klimapakt Bayern ausgezeichnet

EU-Kommission setzt auf Kreislaufwirtschaft für Klimaschutz und Ressourceneffizienz

Der von der EU-Kommission auf den Weg gebrachte „Green Deal“ umfasst eine Reihe von Maßnahmen, durch die ein grüner Wandel mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2050 vollzogen werden soll. So beispielsweise durch eine Reduzierung der Netto-Treibhausgasemissionen um 55 % bis 2030 im Vergleich zu 1990 sowie die Pflanzung von drei Milliarden Bäumen im gleichen Zeitraum.

Um diese und weitere ambitionierte Ziele zu erreichen, wurden verschiedene Initiativen ins Leben gerufen, darunter das europäische Klimagesetz, die EU-Biodiversitätsstrategie und der Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft. Letzterer identifiziert Wege zur Steigerung der Ressourceneffizienz, zur Reduzierung von CO2-Emissionen und zur Förderung des Einsatzes von Sekundärrohstoffen.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Verpackungssektor. Die neue EU Verpackungsverordnung soll den Markt für Sekundärrohstoffe stärken und die Recyclingfähigkeit von Verpackungen verbessern. Ab 2030 dürfen z.B. nur noch recyclingfähige Verpackungen in Verkehr gebracht werden und Erzeuger werden verpflichtet, Rezyklate in ihre Kunststoffverpackungen zu integrieren.

Die PPWR stellt einen Paradigmenwechsel dar: Anders als die bisherige Richtlinie von 1994 ist sie als Verordnung in allen EU-Mitgliedstaaten unmittelbar gültig und rechtlich verbindlich, ohne dass es einer Umsetzung in nationales Recht bedarf. Dies gewährleistet eine einheitliche Anwendung in allen Mitgliedstaaten. Dieser Schritt wurde notwendig, nachdem 18 der 27 EU-Länder die bisherigen Recyclingvorgaben verfehlt haben.

Die Kreislaufwirtschaft wird als entscheidender Treiber für die Erreichung der Umwelt- und Klimaziele gesehen. Die PPWR zielt darauf ab, Abfälle zu vermeiden, Recycling sowie den Einsatz von Sekundärrohstoffen zu fördern.